Die frühen Jahre der Fußballnationalmannschaft

Bundesarchiv_Bild_183-N0615-0011,_X._Fußball-WM,_DDR-Nationalmannschaft

Die Entwicklung des Fußballs in Deutschland war anfänglich keine Einfache. Der Sport, der aus England Ende des des 19. Jahrhunderts exportiert worden war, wurde abwertend als englische Krankheit bezeichnet und hatte vor allem in höheren Gesellschaftskreisen ein schlechtes Ansehen. In Berlin spielten diese Vorbehalte keine Rolle. Die Stadt im Osten war die Hauptstadt der Fußballinteressierten und 1890 wurde der Bund Deutscher Fußballer dort gegründet. Es gab bis dahin noch keinen Zentralverband, der erst 1990 durch die Gründung des Deutschen Fußball Bundes entstehen konnte. Mit der Einführung der Deutschen Meisterschaft 1903 und der Gründung der deutschen Nationalmannschaft entwickelte sich der Sport immer mehr zum Volkssport.

Das erste Länderspiel 1908

Das erste Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft fand am 5. April 1908 statt. Die Mannschaft verlor das Spiel in Bern gegen die Schweiz mit 5:3. Der 1. Weltkrieg führt zu einer internationalen Isolation der Mannschaft und des Verbandes, die sich nach dem 2. Weltkrieg wiederholen sollte.

Isolation durch den Nationalsozialismus

Erst 1928 zu den Olympischen Spielen konnte die Mannschaft wieder auf internationalem Parkett antreten. Während des Nationalsozialismus wurde die Nationalmannschaft teilweise instrumentalisiert.

Die Stadien waren gegen Gegner Bundesarchiv_Bild_183-N0615-0011,_X._Fußball-WM,_DDR-Nationalmannschaftwie Italien und England gefüllt. Und die Nationalsozialisten nutzen die internationale Aufmerksamkeit, um den Anschein einer friedlichen Politik zu wahren. Die Mannschaft trat bei den Fußballweltmeisterschaften 1934 und 1938 an.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs bekam Deutschland eine internationale Sperre auferlegt, die erst 1949 auf Drängen von anderen Verbänden aufgehoben wurde.

Das Wunder von Bern

Die Qualifikation für die WM 1950 durfte Deutschland zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr absolvieren. In Erscheinung trat das jetzt westdeutsche Team wieder bei der WM 1954. Der Gewinn des Weltmeistertitels, das sogenannte Wunder von Bern ging in die Geschichte des Fußballs ein. Er hob Deutschland wieder auf die internationale Landkarte des Weltfußball und verdrängte die schlechten Erinnerungen des Fußballs während des Nationalsozialismus. Das Team konnte überraschend den haushohen Favoriten Ungarn mit 3:2 besiegen und begründete die Erfolgsgeschichte des Nationalteams mit einem historischen Sieg.